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Forschung

In Deutschland herrscht glücklicherweise eine relativ gute Impfquote durch die viele Infektionskrankheiten zurückgedrängt werden konnten. Trotzdem Impfen wir noch nicht konsequent genug um Krankheiten endgültig zu Eleminieren, so haben wir z.B. das Ziel der Maserneradikation bis 2010 durch wiederholte Ausbrüche weit verfehlt. Wissenschaftsbasierte Impfempfehlungen mit Impfkalendern und –pässen, werden von vielen Patienten nicht verstanden, für Rückfragen bleibt bei kurzen Behandlungsterminen kaum Zeit – Kommunikation findet nur in eine Richtung statt, notwenige Impfungen werden schlicht vergessen. Das wollen wir ändern. Um eine effektive Initiative für einen nachhaltig besseren Impfschutz zu starten, holen wir die Menschen an Ihrem Standpunkt ab und bilden eine Plattform für Rückfragen und Probleme. Ein wichtiger Teil dieser Plattform stellen wissenschaftliche Studien dar. Mit diesen unabhängigen Erhebungen wollen wir den Ursachen für eine geringe Impfbereitschaft nachgehen, Lösungen entwickeln und diese nachhaltig in das aktuelle Impfsystem implementieren. Im folgenden haben wir die Studieninteressen unseres Vereins zusammengefasst:

Sozialökonomische Faktoren auf die impfrate

IMPACT OF SOCIO-ECONOMIC FACTORS ON MEASLES VACCINATION RATES IN GERMANY [Prevalence/ Cross-Sectional Studies]

Deutschland hat es über mehrere Jahre versäumt einen ausreichenden Masern-Impfschutz zu erreichen. Oftmals werden Auffrischimpfungen sowie die 2. Dosis der Masernimpfung bei Kleinkindern versäumt. Eine Krankheit, die im schlimmsten Fall zu Taubheit, geistiger Behinderung oder Tod führen kann. Gründe hierfür sind vielfältig. Abneigung gegen Impfen aufgrund von kursierenden, unwissenschaftlichen Gerüchten, dem Mangel an Ärzten, fehlender Aufklärung oder zu hoher Bürokratie für Eltern werden diskutiert. Einige dieser Vermutungen können wir durch Querschnittsstudien bestätigen, doch unsere Daten lenken die Aufmerksamkeit auch in ganz andere Bereiche sozio-ökonomischer Natur. Aktuell testen wir die Hypothesen, ob geringe Zahlen von Kinderärzten, Kindertagesstätten, der Bildungshintergrund oder auch die politische Gesinnung von Anti-Establishment-Parteien eine Auswirkung auf die Impfquote haben.

Digitalisierung

ONLINE SOLUTIONS IN THE IMMUNIZATION PROCESS: OPPORTUNITIES AND CHALLENGES OF MOBILE APPS IN THE VACCINATION PROCESS IN GERMANY (eHEALTH) // BRIDGING THE GAP BETWEEN PAPER VACCINATION CARD AND ELECTRONIC HEALTH CARD [Descriptive Studies / Survey-based Approaches]

Sei es die aufwändige Bürokratie, mangelnde Informationen für „Wissenschaftslaien“, der fehlende Durchblick bei widersprüchlicher Literatur im Internet oder einfach das fehlende Angebot unabhängiger Aufklärung. Worauf legen die Menschen tatsächlich wert beim Impfprozess und was schreckt sie ab? Gibt es ein Potential dafür, ungeimpfte Menschen online zu erreichen? Wenn ja, wie und mit welchem Angebot? Diesen und anderen Fragen wollen wir zur Optimierung unserer Vorhaben nachgehen. Dazu interessiert uns auch, wie der Dokumentationsprozess auf dem Weg vom Papier-Impfausweis zur elektronischen Gesundheitskarte vereinfacht werden kann. Problem bei ersterem: oft verloren, mitgewaschen oder zerstört, Problem bei letzterer: Wann kommt sie oder macht der Datenschutz noch einen Strich durch die Rechnung? Wir stellen die Hypothese, dass es internetgestützte Lösungen für die Dokumentation von Impfungen gibt.

Bildung

A SCHOOL-BASED VACCINATION PREVENTION PROGRAM IN SECONDARY SCHOOLS IN GERMANY [Cross-Sectional / Survey-based Approaches]

Kernmaßnahmen unseres Vereins sind Aufklärungsveranstaltungen. Gerade in Deutschland, wo auf eine freiwillige Impfentscheidung gesetzt wird, sehen wir hierin die größte Chance junge Menschen zu erreichen. Trotz positiver Rückmeldungen von verschiedenen Seiten, evaluieren wir unsere Maßnahmen intern zur Qualitätssicherung und um möglichst effizient an nachhaltiger Aufklärung zu arbeiten. Deshalb werden unsere Vorträge und andere Aufklärungsveranstaltung in der Regel von wissenschaftlichen Erhebungen begleitet.


Wissenschaftliche Supervision

Dr. rer. nat. Alexandre Dubrac
(Associate, Yale Cardiovascular Research Center)

Sie sind an einer Kollaboration interessiert oder wollen an unseren Studien anderweitig mitwirken? Haben Sie selbst etwas, das Sie am Impfsystem in Deutschland stört? Was würden Sie am liebsten ändern, einführen oder abschaffen? Kommen Sie auf uns zu und nutzen Sie unseren Verein als Sprachrohr. Melden Sie sich unter info@impf-dich.org.